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Abkürzungen, Definitionen und Erläuterungen der wichtigsten Begriffe aus Materialfluss und Logistik

Internet der Dinge

erstellt von Admin am 10.04.2011, 14:00 Uhr - zuletzt bearbeitet von Admin am 10.04.2011, 14:00 Uhr
Internet der Dinge (engl. Internet of Things) 1. ist eine interdisziplinäre Entwicklung der Fraunhofer-Gesellschaft, angeregt durch eine Vision des Fraunhofer IML (http://www.material-internet.com). „Das Internet der Dinge ist ein Logistiksystem, in dem das logistische Objekt (Paket, Behälter, Palette etc.) durch eingebettete Intelligenz auf Basis von RFID (Radio Frequency Identification) seinen Weg selbstständig durch inner- und außerbetriebliche Netze findet und die dazu notwendigen Ressourcen anfordert.“ (http://www.fraunhofer.de). — 2. ist ein vom AutoID Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) geprägter Begriff, der vom EPCglobal-Konsortium (EPCglobal) aufgegriffen wurde und das globale, internetbasierte Management EPC-gekennzeichneter Waren (Electronic Product Code) bezeichnet. Die hierzu bereitgestellten Dienste entsprechen namentlich und funktional den Internet-Diensten: ONS (Object Name Service) entspricht DNS (Dynamic Name Service), PML (Product Markup Language) entspricht XML (Extensible Markup Language) usw. Diese Analogie gab dem Internet der Dinge den Namen.
Die etwa zeitgleich erfolgte Entwicklung der FhG erweitert diese Analogie durch autonome Steuerung (Selbststeuerung) der logistischen Objekte, selbstständige Ressourcen-Allokation (das Objekt fordert Ressourcen selbstständig an) und die resultierende Selbstorganisation.

Prof. Dr. Michael ten Hompel, Dr. Volker Heidenblut
Mitwirkende: Michael ten Hompel, Volker Heidenblut