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Abkürzungen, Definitionen und Erläuterungen der wichtigsten Begriffe aus Materialfluss und Logistik

Electronic Product Code

erstellt von Admin am 10.04.2011, 14:00 Uhr - zuletzt bearbeitet von Admin am 10.04.2011, 14:00 Uhr
Electronic Product Code (abgek. EPC) ist ein Nummerncode für RFID-Ttransponder (Tags), der von EAN International und UCC (Uniform Code Council) innerhalb der EPCglobal-Initiative (EPCglobal, http://www.epcglobal.de) zur eindeutigen Kennzeichnung von Waren in der Versorgungskette standardisiert wird. Es gibt EPC unterschiedlicher Länge (EPC 64/96/256) für unterschiedliche Einsatzgebiete (Handelsware, Container usw.).
Der EPC besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten (Ziffernfolgen):
  • Header,
  • Filter (Sortierfunktion, z. B. Palette),
  • Company Prefix (eindeutige Unternehmenskennung),
  • Item Reference (Objektkennung, z. B. Artikelnummer) und
  • Seriennumer.
Der EPC ist kompatibel zu EAN 128/EAN 13.
EPC-Klassen:
  • Klasse 0: nicht beschreibbare Transponder (Read Only)
  • Klasse 1: einmal beschreibbare Transponder (Write Once, Read Multiple)
  • Klasse 2: wiederbeschreibbare Transponder (Read & Write)
  • Klasse 3–5: wiederbeschreibbarer aktiver Transponder (eigene Energiequelle)
  • Klasse 1, Version 1: UHF (860–930 MHz) und 13,56 MHz
  • Klasse 1, Version 2 (sog. „Generation 2“): UHF weltweit gültig, Basisprotokoll aller EPC-Transponderklassen
EPC steht häufig auch synonym für die Netzwerkdienste, die durch EPCglobal spezifiziert wurden. Hierunter fallen u. a. der Object Name Service (ONS) zur Zuordnung des EPC zu internetbasierten Produktinformationen, Suchdienste oder Datenbankinformationen im PML-Format (Physical Markup Language).

Prof. Dr. Michael ten Hompel, Dr. Volker Heidenblut
Mitwirkende: Michael ten Hompel, Volker Heidenblut